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Bandscheibenvorfall

Wenn Niesen und Husten Schmerzen bereiten, die Beine kribbeln und das Bücken zur Qual wird:

Die Bandscheiben liegen zwischen den einzelnen Wirbelkörpern der Wirbelsäule. Sie dienen als Stoßdämpfer und ermöglichen es, dass die Wirbelsäule beweglich ist.

Jede Bandscheibe besteht aus einem gallertigen Kern, umgeben von einem Faserring. Die Bandscheiben verbinden die Wirbelkörper miteinander, die zwischen den einzelnen Wirbelknochen liegen. Wirbelkörper  und Bandscheiben bilden gemeinsam die Wirbelsäule. Die Bandscheibe selbst besteht aus einem Bindegewebsring und einem Kern, der mit Gallertflüssigkeit gefüllt ist. Wenn der Bindegewebsring reißt und Flüssigkeit austritt, so spricht man von einem Bandscheibenvorfall.

Wer ist von einem Bandscheibenvorfall betroffen?

Grundsätzlich kann jeder von einem Bandscheibenvorfall betroffen sein. Es gibt aber Risikofaktoren, die einen Bandscheibenvorfall begünstigen können:

  • Fehlhaltungen
  • Ungewohnte Belastungen
  • Übergewicht
  • Rauchen
  • Genetische Einflussfaktoren
  • Bewegungsmangel
  • Fortschreitendes Alter (älter als 50 Jahre) aufgrund von
    • Verschleißerscheinungen / Degeneration
    • Schwächerer Muskulatur und mürberes Gewebes

Welche Symptome hat der Patient, wie äußert sich das Krankheitsbild?

Bandscheibenvorfälle können:

  • asymptomatisch und harmlos sein, so dass die betroffene Person die Verletzung gar nicht mitbekommt. Der Vorfall bildet sich in diesem Fall meist von selbst nach einiger Zeit wieder zurück oder
  • starke Schmerzen verursachen, welche – je nach Höhe der Verletzung- auch über angrenzende Nerven in Gesäß und Beine oder Arme und Nackenbereich ausstrahlen können.

Typische Symptome eines Bandscheibenvorfalls sind:

  • Taubheitsgefühle
  • Kribbeln oder „Ameisen-Laufen“
  • Schmerzen beim Husten und Niesen
  • Ischiasschmerzen
  • Lähmungserscheinungen
  • Spannungskopfschmerzen

In schweren Fällen kann es auch zu Gangstörungen und Inkontinenz kommen.

Die Diagnose stellt der Arzt mittels Anamnese und einer körperlichen Untersuchung. Der Bandscheibenvorfall ist im MRT sichtbar. Zusätzlich kommen Ultraschall oder Neuro-Diagnostik Tests zum Einsatz.

Wie wird der Bandscheibenvorfall behandelt?

Bandscheibenvorfälle können meist recht unkompliziert behandelt werden. Nach sechs Wochen ist die Schmerztherapie beendet; anschließend sind regelmäßige Kräftigungsübungen und eine Physiotherapie notwendig. Sportler sind generell nach drei bis sechs Monaten vollständig wiederhergestellt. Bei einem Viertel der PatientInnen stellt sich allerdings nach mehreren Wochen keine zufriedenstellende Besserung ein, sodass noch eine weiterführende Therapie notwendig ist.

Besonders im Sportorthopädie Zentrum wird großes Augenmerk auf die Nachtherapie gelegt: Neben intensiver Physiotherapie können auch ergänzende Behandlungsmethoden wie die LASERtherapie und Eigenblut- bzw. Plasmatherapie zur raschen Regeneration der Bandscheibe eingesetzt werden.

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