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Wundmanagement

Hilfe bei schlecht heilenden Wunden

Offene Wunden können den Alltag von Betroffenen sehr einschränken und chronisch werden. Ein professionelles und effektives Wundmanagement kann den Heilungsprozess beschleunigen bzw. sogar verhindern, dass eine Wunde chronisch wird.

Was versteht man unter Wundmanagement?

Wenn die Wunde schlecht heilt und sich nicht verschließt, spricht man von einer offenen Wunde. Diese kann nach einer Operation, nach einem Unfall, durch Wundliegen aber auch bei Diabetikern und infolge einer Immundepression vorkommen. Eine Infektion im Wundbereich kann auch zu einer offenen Wunde führen. Wenn die Wunde nicht heilen will, spricht man von einer Wundheilungsstörung.

Warum ist Wundmanagement wichtig?

Chronische Wunden können das Leben der Betroffenen sehr beeinträchtigen und Schmerzen sowie Bewegungseinschränkungen verursachen, da wir, um die alltäglichen Tätigkeiten zu verfolgen, eine geschlossene Hautbarriere brauchen. Eine unbehandelte chronische Wunde kann darüber hinaus die Gefahr einer Blutvergiftung (Sepsis) und sogar den Verlust von Extremitäten als Folge haben. Deswegen ist eine sofortige professionelle Wundversorgung wichtig bei schlecht heilenden Wunden.

Wundheilungsstörung: Symptome

Typische Symptome sind eine sichtbare offene Wunde sowie Rötung, Schmerzen und Überwärmung im Wundbereich. Bei entsprechenden Anzeichen sollten Sie sich so rasch wie möglich an Ihre behandelnde Orthopäd:in wenden, um die Wunde gleich professionell versorgen zu lassen.

Wie wird eine Wunde behandelt?

Die Wunde kann mit verschiedenen Maßnahmen zur Heilung gebracht werden. Diese Maßnahmen hängen mit der Art und Ausprägung der Wunde und der vorbestellenden Krankgeschichte der betroffenen Person zusammen.

  • Als erstes wird die Wunde genau begutachtet: Ihre Entstehung und Art, Ihre Aufdehnung, Tiefe sowie der Zustand des Gewebes. Nach dieser Kontrolle wird je nach Notwendigkeit ein Wundedébridement durchgeführt und es kommen spezielle Wundverbände zum Einsatz. Die Wahl des richtigen Verbandstoffes ist ausschlaggebend für den weiteren Verlauf der Wundheilung.
  • Wirkungsvoll ist das Wunddébridement: Nicht vitales Gewebe sowie Nekrosen und Beläge werden entfernt und der Wundbereich wird desinfiziert, somit wird die Proliferation von Keimen gehemmt.
    Als wirksame Behandlungsmethoden von nicht heilenden Wunden haben sich Laser-, Stoßwellen- und Sauerstofftherapie bewährt.
  • Schließlich werden spezielle Wundverbände angewendet.

Wie lange dauert die Behandlung?

Die Wundbehandlung ist sehr individuell und vom Fall zum Fall unterschiedlich. Die Wunde kann innerhalb zwei Wochen heilen oder mehrere Monate bis zur Heilung in Anspruch nehmen.

Muss ich vor meinem Termin zur Wundversorgung etwas mitnehmen?

Sie sollten eventuelle Vorbefunde mitnehmen, Diabetiker sollten aktuelle Werte wie HbA1c und Blutzuckerprotokolle mithaben. Wichtig ist es auch bereits im Voraus zu erfahren, ob Durchblutungsstörungen vorhanden sind, damit die behandelnde Orthopäd:in gleich entsprechende Maßnahmen am Anfang der Therapie setzen kann.

Ist Wundmanagement schmerzhaft?

Das Wunddébridement kann ein wenig brennen, wenn man auf gesundes Gewebe stößt. Im Großen und Ganzen handelt es sich aber um eine schmerzarme Therapie.

Das Wundmanagement benötigt ein individuelles Wund-Therapiekonzept, das vom Fall zu Fall unterschiedlich ist: In manchen Fällen ist es zum Beispiel auch die Entlastung bzw. die kurzfristige Ruhigstellung der betroffenen Körperregion notwendig. Entscheidend ist, dass Sie als Betroffene gut mitarbeiten, da der Erfolg der Therapie von der Zusammenarbeit zwischen Patient:in und behandelnden Ärzt:in abhängt.

Dr. Gabriele Kiesselbach kann jahrelange Erfahrung in der Behandlung von schlecht heilenden Wunden vorweisen und wird Ihnen mit Ihrer Expertise mir Rat und Tat zur Seite stehen.