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Sportlerleiste I Leistenzerrung

Was versteht man unter dem Begriff Sportlerleiste?

Der Begriff Sportlerleiste umfasst eine Vielzahl von Verletzungen und Überlastungsfolgen in der Leistenregion. Diese treten überwiegen bei aktiven Sportlern (v.a. Eishockey und Fußball) auf. Aktivitätsabhängige Schmerzen im unteren Bauch, der Leiste mit Ausstrahlung bis in die Oberschenkelinnenseite können Anzeichen für eine Leistenzerrung oder Sportlerleiste sein. Die Schmerzen können plötzlich z.B. bei Sport entstehen oder auch langsam zunehmen, was für eine chronische Überlastung spricht.

Aufgrund der vielfältigen Ursachen ist gründliche Untersuchung inklusive spezifischer Muskeltestung beim Leistenschmerz besonders wichtig. Ein Leistenbruch als Schmerzursache muss jedenfalls ausgeschlossen werden. Neben einer genauen Anamnese und körperlichen Untersuchung helfen Ultraschall, Röntgen oder MRT um die Diagnose zu bestätigen.

Die wirksamste Behandlung der Sportlerleiste

Da die Schmerzen von unterschiedlichen Strukturen ausgehen können ist auch die Therapie individuell zu planen. Grundsätzlich gilt: bei akuten Schmerzen stehen Schonung und entzündungshemmende Medikamente an erster Stelle. Je nach Ursache können lokale Injektionen mit Kortison oder Eigenblut zur Heilung beitragen. Da Muskuläre Dysbalancen häufig die Ursache von Überlastungsschmerzen sind, fokussiert sich Physiotherapie hier auf die koordinierte Kräftigung sowie Dehnung der Bauch und Oberschenkelmuskulatur.
Kann durch konservative Maßnahmen keine Heilung erzielt werden oder ist eine rasche Sportaufnahme (z.B. bei Spitzensportlern) unerlässlich, so kann durch minimalinvasive Eingriffe (z.B. Verstärkung der Leistenkanalhinterwand mit Ausschaltung des für die Schmerzen verantwortlichen Nerven) eine rasche Beschwerdefreiheit erreicht werden.